Hausbesuch bei der Jungen Pflege

meik 2Meik Freyberg Schuh am Eingang zum neu gebauten Küchen- und Wohnzimmerbereich. Die ARD  Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ hat mit einer Förderung von € 97080,- den Neubau dieser und weiterer  wichtiger Räume mit ermöglicht.

Meik Freyberg-Schuh lebt seit der Geburt mit einer schweren Erkrankung: Mukoviszidose.
Diese Krankheit greift das Lungensystem an, schädigt und schwächt die Lunge.
Aber erst seit 2002 spürt er, wie sehr ihn die Erkrankung geschwächt hat. Vorher haben sein Lebenswille und seine Lebensfreude ihn motiviert,  so das er ein relativ normales Leben führen konnte. „In der Schule habe ich auch im Sport ganz normal mittgemacht“, erinnert er sich heute. Nach der Schule begann er die Ausbildung zum Hauswirtschafter, arbeitete in der Gastronomie.
„Ich habe mich damals, obwohl ich natürlich von meiner Krankheit wusste, einfach nicht krank gefühlt“, so fasst Meik Freyberg-Schuh sein Lebensgefühl vor 2002 zusammen.
Und wenn man heute dem 33-jährigen gegenüber sitzt, man mag es einfach nicht glauben, das dieser Mann in einer stationären Einrichtung leben muss. Er selbst sagt dann auch, wie schwer ihm die Entscheidung gefallen ist.  Aber die Ärzte hätten ihm dringend geraten in ein Haus zu gehen, wo er professionelle Pflege erhält, gleichzeitig aber selbstbestimmt im Kreise jüngerer Menschen leben kann. So erfuhr von der neuen Einrichtung in Rheine.

Haus Junge Pflege nennt sich das neue Angebot am St. Josefshaus.

  meik1  
 

Zwischendurch einen Kaffee trinken. Meik Freyberg-Schuh hat seine Kaffeemaschine sofort angeschlossen.

 

In ein Altenheim wäre er nicht gegangen sagt er fest. Im Haus Junge Pflege spüre er nichts vom Charme eines Altenheimes. „Mein Zimmer habe ich nach meinen Wünschen und mit meinen Möbeln eingerichtet und der Wohn- und Küchenraum ist richtig fetzig gestylt“, Maik lacht. Da ist er wieder, der Optimismus und sein unbedingter Wille das Beste aus seinem Leben heraus zu holen.
Gefragt was ihm das Wichtigste am Haus Junge Pflege ist, überlegt er keine Sekunde: „Die Gemeinschaft und das wir unseren Tagesablauf selbst bestimmen.“Letzte Woche hätte sich die Gruppe (inzwischen leben 8 jüngere Menschen in dem Haus) Pizza gewünscht. Vom Einkauf bis zur Zubereitung habe man alles in der Gruppe gemeinsam besprochen und mit Hilfe der Mitarbeiter/innen umgesetzt. Maik Freyberg-Schuh hat noch viele Ideen, die er mit den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern in den Bewohnerversammlungen diskutieren möchte. Nach erst 24 Tagen im Haus Junge Pflege ist er heute schon sicher Anfang des Jahres die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ich bleibe hier, und wir sehen uns hoffentlich wieder“ ,so seine Worte zum Abschied. Das wird so sein, das Haus Junge Pflege am St. Josefshaus werde ich sicherlich noch einmal besuchen, schauen wie es Meik und all den anderen geht. Nachdenklich und mit viel Respekt vor dem Lebensmut von Meik Freyberg-Schuh fahre ich nach Hause.
Wer Interesse am Haus Junge Pflege hat, findet im Internet unter www.josefshaus-rheine.de viele Infos und auch Fotos vom Haus Junge Pflege.
Telefonisch erreicht man die Pflegedienstleiterin Jutta Herking unter 05971-160270.
Besichtigungen, ausführliche Beratung und auch ein Probewohnen bietet das Haus in Rheine.