
Ein Leben für den Glauben und die Mitmenschen: Sr. M. Eveline (sitzend) und Sr. M. Narzissa
Sr. M. Eveline und Sr. M. Narzissa feierten in diesen Tagen ihr Ordensjubiläum in der Gemeinschaft der Ordensschwestern im St. Josefshaus.
Die 96 jährige Sr. M. Eveline kann auf 75 Jahre Ordensleben zurückblicken,
Sr. M. Narzissa feierte ihr 50 jähriges Jubiläum.
Beruflich gingen die Ordensschwestern verschiedene Wege. Sr. M. Eveline war zunächst als Kindergärtnerin tätig und danach in der Seelsorge. So unterrichtete sie viele Jahre die Kinder im Fach Religion. In Berlin arbeitete die Ordensfrau im Pfarrbüro einer Kirchengemeinde. Danach wurde sie nach Köln abberufen, wo sie das Amt der Provinzvikarin übernahm. Das Kinderheim in Strullendorf bei Bamberg war ihre nächste Station, Sie leitete es bis zu seiner Auflösung.
Das Leben in der Ordensgemeinschaft erinnert sie sehr positiv, und heute genießt sie die freie Zeit am liebsten in der Natur, wo ihre Mitschwestern sie oft im Rollstuhl in den großen Park des Hauses begleiten.
Sr. M. Narzissa war bereits mit 15 Jahren fest entschlossen Ordensschwester zu werden und erinnert sich noch heute an die Freude, die ihr die Zeit der Ordensausbildung gebracht hat vor allem die Noviziatszeit.
Nachdem sie der Gemeinschaft Mägde Mariens beigetreten war, machte sie ihr Abitur in Breslau.
„Krankenschwester wollte ich werden und so machte ich meine Ausbildung in einem Krankenhaus in Warschau“, Sr. M. Narzissa ist noch heute glücklich über ihre Berufswahl, und den Weg ins Kloster sieht sie heute mehr als Berufung. „Früher dachte ich, das ich Gott gewählt habe, heute weiß ich, das Gott mich gewählt hat.“ Die Ordensfrau hat bis heute keinen Tag bereut, diesem Ruf gefolgt zu sein. „Könnte ich nochmal entscheiden, ich ginge wieder in eine Ordensgemeinschaft“, sagt sie mit einem Strahlen im Gesicht.
Beruflich ging es für die gelernte Krankenschwester durch ganz Europa: Warschau, Rom, Berlin, Bad Kreuznach und natürlich Rheine waren die Stationen. Im St. Josefshaus arbeitete sie bis 1999, um danach die Mitschwestern in der Klausur zu betreuen.
Und in ihrer Freizeit widmet sich die rüstige „Unruheständlerin“ ihren Hobbys.
Blumen und die Musik begeistern Sr. M. Narzissa.
Wenn man sie nach Wünschen für die Zukunft fragt, dann denkt die Ordensfrau nicht an sich, sondern an den Glauben in dieser Welt.
„Ich bete jeden Tag dafür, dass die Menschen den Glauben als festes Fundament behalten oder wieder entdecken“.