20 Jahre in Trägerschaft des Deutschen Ordens

20 Jahre in Trägerschaft des Deutschen Ordens

Die fruchtige Jubiläumstorte – freundlicherweise von der Bäckerei Schönebeck gestiftet – bildete nach den vielen Worten des Dankes und der Erinnerung den köstlich-süßen Abschluss des Festtages.


Die Wohn und Pflegeeinrichtung St. Josefshaus feiert ein besonderes Jubiläum: Seit nunmehr 20 Jahren gehört die Einrichtung, in der Senioren und junge pflegebedürftige Menschen seit vielen Jahren ein Zuhause finden, nun bereits zum Deutschen Orden. Grund genug, dieses Jubiläum am heutigen Mittwoch in Beisein von zahlreichen Vertretern der Geistlichkeit, der Verwaltung und der Politik, Bewohnern und Angehörigen, Mitarbeitern sowie Freunden und Förderern zu begehen.

Nach dem Festgottesdienst in der hauseigenen Kapelle, der von dem scheidenden Prior, Pater Norbert M. Thüx OT, zelebriert und von Andrea Grüter mit besinnlichen Gitarrenklängen umrahmt wurde, ließ die Einrichtungsleiterin Jutta Herking die Historie des St. Josefshauses Revue passieren. Als katholische Einrichtung in Trägerschaft des Deutschen Ordens sei es allen Verantwortlichen und Mitarbeitern ein tägliches Anliegen, den ihnen anvertrauten Menschen ein Leben in Würde und größtmöglicher Selbstbestimmung zu ermöglichen, skizzierte Direktorin Jutta Herking das Ursprungscharisma HELFEN UND HEILEN des Deutschen Ordens. „Das Josefshaus thront auf dem Waldhügel. Es ist ein Fels in der Brandung und es bietet Wärme und Geborgenheit. Die Menschen hier haben das Herz auf dem rechten Fleck“, dankte Herking allen Beteiligten für ihr Engagement. Der Deutsche Orden habe „viel investiert“, nicht nur in den Umbau. Wärme und Geborgenheit seien oberste Ziele. Das gelte sowohl für die Bewohner als auch für die Mitarbeiter. Die Mitarbeiter ihrerseits nutzten das Jubiläum für eine Überraschung der besonderen Art:

Als Zeichen des Dankes und des Respektes „ihrer Chefin“ gegenüber überreichte jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter eine „Wunsch-Gerbera“ an Jutta Herking, die ihre Rührung ob dieser gelungenen Aktion kaum verbergen konnte.

Der Deutsche Orden Ordenswerke habe sich bei der Übernahme der Heimleitung vor zwei Jahrzehnten vor allem an den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses orientiert, erinnerte Geschäftsführer Dr. Thomas Franke an die Anfänge. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedankte er sich mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ für das tägliche Engagement, das sich in dem schönen und gemütlichen Zuhause für die ihnen anvertrauten alten Menschen wiederspiegelt.

„Bereits auf den ersten Metern, wenn man eine Einrichtung betritt, spürt man, ob man willkommen ist. Und im St. Josefshaus ist man willkommen“ begann der Sozialdezernent im Kreis Steinfurt, Dr. Peter Lüttmann, sein Grußwort. Im weiteren wies er auf die gewachsenen Anforderungen in der Altenhilfe hin und erläuterte die bevorstehenden Änderungen, die sich aus dem Gesetzentwurf zum Umbau der Pflegeversicherung, den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am Dienstag vorgestellt habe, in den nächsten Jahren ergeben werden: Es werde eine „Radikalkur“ für die Pflege geben, so Lüttmann, denn zentraler Punkt der Reform sei ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, der Demenzkranken Anspruch auf die gleichen Leistungen einräumt wie Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Rheine, Karl Heinz Brauer, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Einrichtung, die sich durch ihre beispielhafte Kooperation mit und zahlreiche Angebote für das Gemeinwesen von Rheine auszeichne. Er beendete seine Rede mit dem Zitat „Nicht da ist man daheim, wo man wohnt, sondern da, wo man sich verstanden fühlt.“ von Christian Morgenstern und einem kleinen Präsent für die Einrichtung.

„Die Schwestern gehen!“ – so, begann die Provinzoberin der Mägde Mariens, Sr. M. Michaela Hehnel, titelten die Zeitungen die Ereignisse in 1995. Doch „wir sind immer noch da“ unterstrich sie mit einem zufriedenen und glücklichen Lächeln und bedankte sich für die vielen Jahre der guten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit dem Deutschen Orden. Ihr Wunsch sei es, dass der „hörende Josef“ Gott und die Hl. Muttergottes jeden Tag um seine Fürsprache für das St. Josefshaus bitte. Die wunderschöne Ikone, die die Provinzoberin der Einrichtungsleiterin überreichte, solle die Mitarbeiter und Bewohner jeden Tag an die Verbundenheit zwischen den beiden Orden erinnern.

Der Einladung des Küchenchefs Stefan Plake, sich das „Fingerfood“-Buffet schmecken zu lassen, folgten die zahlreichen Gäste gerne. Die fruchtige Jubiläumstorte – freundlicherweise von der Bäckerei Schönebeck gestiftet – bildete nach den vielen Worten des Dankes und der Erinnerung den köstlich-süßen Abschluss des Festtages.

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