Schwester Lioba wurde 70 Jahre jung

Lioba

In dieser Woche feierte Sr.M. Lioba vom Altenheim St. Josefshaus ihren 70. Geburtstag.

Sr.M. Lioba gehört seit 1955 zur Ordensgemeinschaft der Mägde Mariens und kam 1990 nach Rheine, um die Leitung des St. Josefshauses zu übernehmen.

Rheine war der Ordensfrau nicht unbekannt, hatte sie doch von 1952 bis 1955 im Kinderheim in Bentlage eine hauswirtschaftliche Ausbildung gemacht und damals Kontakt zur Ordensgemeinschaft bekommen, in die sie dann auch eintrat.

Dann ging es für die Ordensschwester aber zunächst nach Bad Kreuznach, wo sie die Krankenpflege erlernte und viele Jahre als O.P. Schwester arbeitete.
Als die Ordensgemeinschaft dringend eine neue Leiterin für das St. Josefshaus suchte, stellte sich Sr. Lioba dieser neuen Aufgabe. Sie erlernte einen dritten Beruf und erlernte die Altenpfle in München.
Dann übernahm sie 1990 die Leitung des St. Josefshauses und brachte mit vielen neuen Ideen das Haus auf einen guten Weg.

Zusammen mit der Ordensgemeinschaft, den Mitarbeitern und Baufachleuten plante sie den Umbau des Hauses. In der Planungsphase erkannte Sr. Lioba jedoch, daß die Ordensgemeinschaft ein so großes Projekt kaum alleine schultern konnte und auch die langfristige Zukunft des Hauses eine Veränderung in der Trägerschaft notwendig machte.

Das St. Josefshaus wurde so 1996 an den Deutschen Orden übergeben.
Zusammen mit dem neuen Heimleiter Heinz Samberg arbeitete Sr. Lioba nunmehr als Pflegedienstleiterin für die Bewohner/innen des Hauses.

Seit 1998 ist Sr. Lioba die Seelsorgerin im St. Josefshaus.
Seelsorge als Sorge um jeden Einzelnen, so versteht sie bis heute ihren Dienst.
Besonders den kranken Bewohner/innen steht sie zur Seite. Ein Gespräch, Gebet oft nur eine Hand, die hält.
Gottesdienst und Andachten für evangelische wie katholische Bewohner gehören natürlich auch in den Alltag von Sr. Lioba, die froh ist mit dem Hausgeistlichen Pater Edmund, einen Priester im Hause zu haben.

Als Sr.Lioba vor 5 Jahren 65 wurde, da versprach sie den Bewohner/innen  weiter für sie da zu sein. Mit Gottes Hilfe, so sagte sie damals, möge es gelingen.
Heute mit 70 denkt die engagierte Ordensfrau weiter nicht an den Ruhestand.
Bei einer Feierstunde im Kreise der Bewohner und Mitarbeiter wiederholte sie ihr Versprechen von 1998. Heimleiter Heinz Samberg dankte mit bewegenden Worten für ihren so wertvollen Dienst und drückte aus was sich Bewohner und Mitarbeiter im
St. Josefshaus so sehr wünschen, Sr. Lioba noch lange in ihrer Mitte zu haben.
„Ich  will es gerne tun, aber ich kann das nur mit Gottes Hilfe“, die Antwort zeigte wieder einmal, wie sehr Sr. Lioba aus dem Glauben lebt  und sich ganz dem Dienst am Mitmenschen und damit an Gott verschrieben hat.

Heute feiert der Heimleiter Heinz Samberg übrigens seinen 60. Geburtstag und in der kommenden Woche werden Bewohner und Mitarbeiter zusammen mit den „Geburtstagskindern“ einen Dankgottesdienst in der Kapelle des Hauses feiern.