Gemeinsam erleben, gemeinsam lernen

Erfolgreicher Abschluss der Bienensaison im St. Josefshaus

Mit dem gemeinsamen Honigschleudern endete die diesjährige Bienensaison im St. Josefshaus. Bereits zum zweiten Mal wurde das generationsübergreifende Projekt auf Initiative des Quartierszentrums durchgeführt. Kooperationspartner waren erneut der Förderverein „Imkern an Förderschulen und anderen sozialen Einrichtungen im Kreis Steinfurt e. V.“ sowie das St. Josefshaus, dieses Jahr neu dabei war die Kita Hofzwerge.

Bereits im Frühjahr begann die Bienensaison mit dem Aufstellen eines Bienenvolkes auf dem Gelände des St. Josefhauses. Imker Markus Linnenbaum, von den Kindern schnell „Herr Imker“ genannt, und zugleich Vorsitzender des Fördervereins, begleitete das Projekt auch in diesem Jahr. Mit viel Fachwissen und großer Begeisterung erklärte er anhand von Bildern und auch direkt am Bienenstock, wie ein Bienenvolk lebt, arbeitet und sich im Laufe einer Saison entwickelt. Als verantwortlicher Imker kümmert er sich um die Pflege des Volkes und begleitet alle Schritte – von der Betreuung der Bienen bis zur Honigernte.

Der Förderverein vermittelt an Förderschulen und in sozialen Einrichtungen Menschen im Alter von vier bis 99 Jahren grundlegendes Wissen über das Leben der Honigbienen. Die Bienenvölker werden durch Unternehmen über den Förderverein finanziert und sozialen Einrichtungen kostenfrei zur Verfügung gestellt. So konnte auch das St. Josefshaus erneut Teil dieses besonderen Natur- und Bildungsprojekts werden. Organisiert und begleitet wurde das generationsübergreifende Projekt von Maria Waltermann, Quartiersmanagerin und Mitarbeiterin der Ordenswerke des Deutschen Ordens im St. Josefshaus.

Bei den regelmäßigen Treffen am Bienenstock konnten die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Kinder hautnah erleben, was sich im Inneren eines Bienenvolkes abspielt – ein faszinierender Einblick in eine Welt, die sonst meist verborgen bleibt. Gemeinsam beobachteten sie den Bau neuer Waben, sahen schlüpfende Bienen, bestaunten verdeckelte Honigwaben und durften den frischen Honig sogar direkt vom Finger probieren. Auch das Herstellen von Kerzen aus Bienenwachs gehörte zu den gemeinsamen Aktionen. Den Höhepunkt bildete schließlich das Honigschleudern. Zunächst wurden die Waben sorgfältig entdeckelt, also von ihrer Wachsschicht befreit. Anschließend kamen die Wabenrahmen in eine handbetriebene Honigschleuder, aus der der goldene Honig gewonnen wurde. Dabei wurde allen schnell klar, wie viel Arbeit hinter jedem Glas Honig steckt. „Honigschleudern von Hand ist ganz schön anstrengend“, stellte eine Bewohnerin schmunzelnd fest. Eine weitere Erkenntnis teilten Jung und Alt gleichermaßen: „Ein Bienenvolk macht ganz schön viel Arbeit.“ Nach getaner Arbeit durfte der frisch geschleuderte Honig natürlich direkt verkostet werden.

„Jetzt wissen wir, wie der Honig ins Glas kommt – und dass Bienen echte Teamworkerinnen sind“, freut sich Maria Waltermann. „Es ist faszinierend zu sehen, dass die Bienen alles selbst herstellen, was sie zum Leben brauchen: vom Wachs für die Waben über die Versorgung der Brut bis hin zum Honig. Das Projekt verbindet Generationen, vermittelt Wissen über Natur- und Artenschutz und schafft gemeinsame Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben.“

Auch die Kita Hofzwerge zieht eine positive Bilanz. „Wir sind bereits eine sehr naturnahe Kita. Dieses gemeinsame Bienenprojekt mit dem St. Josefshaus direkt am Bienenstock war für die Kinder dennoch etwas ganz Besonderes“, sagt Kita-Leiterin Elke Sundrup.

Wer den Honig selbst probieren möchte, hat dazu beim Herbstmarkt des St. Josefshauses am 10. Oktober Gelegenheit. Solange der Vorrat reicht, kann der selbst geschleuderte Honig dort auch erworben werden.

Ein Bienenstock steht auf einer Holzpalette auf einer Wiese. Im Hintergrund sind ein großes Wohngebäude und eine Kirche mit einem Turm zu sehen.
Senioren und Kinder sitzen im Kreis. Zwei ältere Personen füllen gemeinsam den Inhalt einer großen braunen Form in einen Metalltopf. Die Kinder beobachten das Geschehen aufmerksam. Eine Frau im Hintergrund schaut zu.
Nahaufnahme von zwei Händen, die sanft zwei Bienen halten. Eine Biene befindet sich auf dem Daumen, die andere auf dem Finger. Der Hintergrund ist unscharf.
Drei ältere Damen sitzen mit ihren Rollatoren auf einer Bank im Freien. Die Frau in der Mitte hält etwas in den Händen, während die anderen beiden zuschauen.
Ein Imker in weißer Schutzkleidung und mit Gesichtsschutz zeigt einer kleinen Gruppe eine Bienenwabe. Eine Frau berührt die Wabe vorsichtig, während die anderen Zuschauer aufmerksam dabei zuschauen. Die Szene spielt sich im Freien ab.

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